Die neue Bahnbrücke Kattwyk

Die neue Kattwykbrücke (vorne) leitet den Zugverkehr über die Süderelbe, während die alte Hubbrücke (hinten) den Straßenverkehr übernimmt (Bild: Actemium)

Mit einer Höhe von über 80 m und einer Länge von 287 m verfügt die neue Hubbrücke über ein 1.800 Tonnen schweres Hubfeld, das für den Schiffsverkehr auf 55 m angehoben werden kann. Zu einem solchen technisch ausgefeilten Infrastrukturprojekt gehört eine ebenso ausgefeilte Elektro- und Steuerungstechnik. Im Auftrag der SEH Engineering GmbH aus Hannover ist Actemium in diesem Projekt verantwortlich für die Ausführung der gesamten Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik der neuen Bahnbrücke, die zu den weltweit größten Hubbrücken zählt. Um das schwere Hubfeld der neuen Bahnbrücke Kattwyk zu bewegen, steht eine Maschinentechnik mit einer Anschlussleistung von circa 1.000 kW mit vier Antrieben mit jeweils 245 kW Leistung zur Verfügung. Die Maschinentechnik wurde mit der Steuerungstechnik zuvor in einem Testaufbau in Bruchsal umfangreich erprobt. Actemium installierte ein umfassendes Steuerungssystem, das den reibungslosen Zug- und Schiffsverkehr gewährleistet. Die Einrichtung der 40 dezentralen E/A-Systeme, 20 Bedienstellen, 68 Switches, 13 fehlersicheren und speicherprogrammierbaren Steuerungen sowie die Verknüpfung von rund 5.000 Datenpunkten stellte eine große Herausforderung für das Team dar.

Ein besonders wichtiger Teil des Steuerungssystems ist der Leitstand im fünften Obergeschoss des westlichen Betriebsgebäudes. Dazu lieferte und erstellte Actemium das komplette Leitsystem, inklusive Software-Programmierung, Visulisierung, Bedienpanels, Video- und Audioanlagen sowie der gesamten Technik für Schifffahrts- und Verkehrssignale und der Schrankenanlagen. Alle im Brückenbauwerk und Betriebsgebäude untergebrachten Steuer- und Schaltschränke wurde direkt von Actemium in Kavelstorf gefertigt.
 

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